Tandem-Tagungen zu Mobbing, Konflikten und Gewalt
Unser Impuls für diese Tagungen Vor etwa zweieinhalb Jahren haben wir uns zum ersten Mal getroffen - einige Lehrer, aus Österreich, der Schweiz und Süddeutschland. Versammelt hat uns die Not, die wir an unseren Schulen erleben, wenn Konflikte auftreten und wir wie viele Kollegen oft ohnmächtig daneben standen. Der Wunsch, eine noch konstruktivere Konfliktkultur an Waldorfschulen zu ermöglichen, hat letztendlich dazu geführt, dass wir uns immer wieder getroffen haben und irgendwann haben wir festgestellt, dass wir das, was wir gemeinsam erarbeitet haben, anderen zur Verfügung stellen sollten, dass es von anderen bereichert werden könnte, um so ein größeres Netz zu bilden, das all die kleinen Kulturkeime miteinander verbinden und stärken kann, die es irgendwo schon gibt oder geben will. So sind wir auf die Idee der Tagung gekommen. nach zwei Tagungen ist uns deutlich geworden, dass es nicht nur die Schüler und Lehrer sind, die sich darum bemühen, eine Kultur der Achtsamkeit im Umgang miteinander voran zu treiben, sondern dass sich auch Eltern um diese Fragen bemühen.Schon jetzt waren immer auch vereinzelte Eltern bei unseren Tagungen dabei, wir wollen in Zukunft das Tandem aber bewusst ergänzen.
Bericht aus der zweiten Tandem-Tagung: download
Nicht ohne Schüler Die Karlsruher Streitschlichtergruppe haben wir in die Vorbereitung mit einbezogen, nachdem sie einige Jahre bereits aktiv gearbeitet hat und daraus etliche Erfahrungen mitbringt. Denn es schien uns sinnvoll, über eine Arbeit, die von Schülern geleistet wird, nicht ohne die Schüler und deren Perspektive zu sprechen. So ist bei uns dann der Tandemgedanke entstanden.
Basiskompetenzen vermitteln Auf der Tagung wollen wir einerseits Basis-Kompetenzen vermitteln, die uns konfliktfähiger werden lassen und mit denen wir anderen, die im Konflikt stehen, helfen können.
Zu solchen Kompetenzen gehören
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Die Reflexion des eigenen Konfliktverhaltens
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Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und zum Selbstausdruck
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das Prinzip der Gewaltfreiheit in der verbalen und nonverbalen Kommunikation
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künstlerische Methoden des Perspektivenwechsels
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des aktiven Zuhörens
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des hilfreichen Fragens
und natürlich noch anderes mehr...
Wege aus dem Mobbing-Problem Da wir immer wieder Mobbing-Probleme als besonders leidvoll für alle Beteiligten erleben, wollen wir andererseits auch in diesem Bereich Wege vorstellen und gemeinsam weiter entwickeln, die die Betroffenen aus ihren Rollen erlösen können.
Übungsmöglichkeiten im Rollenspiel Für die Schüler, die Streitschlichter sind oder werden wollen, wird es viel Übungsmöglichkeiten im Rollenspiel mit konkreten Konfliktfällen geben, das gilt natürlich auch für die Lehrer. Für letztere wird ganz besonders wesentlich sein die Frage, wie wir an der Konfliktkultur zukünftig so arbeiten können, dass Waldorfschulen hier zu Impulsstätten für gelungenes soziales Miteinander werden können. Dazu gehört sicher auch die Frage nach der menschenkundlichen Einbettung.
Und dann wollen wir natürlich Raum bieten für all die Fragen, die die Teilnehmer der Tagung mitbringen oder die uns dort entstehen.
Die Verantwortlichen für die Tagungen Michael Dahl, Kreuzlingen Hermann Höfflin, Freiburg Annette Kotschi, Überlingen Angelika Ludwig-Huber, Karlsruhe Jochen Schilling, Stuttgart Ulrike von Tschammer, Kreuzlingen und anderswo Edgar Windholz, Dipl.-Päd., überall
Das ist die Schatzkiste aus der 4. Tandem-Tagung in Hilders, November 2011.
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