INTERESSA CONGRESSA
Die Giraffe der Streitschlichterkongresse- quasi eine Wandergiraffe- ist inzwischen übergeben an die Waldorfschule Gröbenzell, wo der 5.Streitschlichterkongress im März 2o12 stattfinden wird.
Der 4. Streitschlichter kongress in Münschen ist vorüber -Eine Nachlese von Vito Walter (S)
Verstehen, Versöhnen, Vereinbaren ... Unter diesem Motto fand am 8. und 9. April 2011 in München der vierte Streit-schlichterkongress statt, an dem ich in Vertretung der Streitschlichter unserer Schule teilnahm.
Ungefähr 60 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Waldorfschulen Deutschlands trafen sich, um unter der Leitung von vier Lehrern anhand von Übungen und Diskussionen zu lernen bzw. weiterzuentwickeln, was es für wirklich gute und zukunftsträchtige Lösungen in Konflikten oder bei Mobbing braucht. In Gruppenarbeiten wurde u.a. diskutiert, welche Bedürfnisse oder Anliegen sich hinter Äußerungen verbergen, die im ersten Moment angreifend oder beleidigend wirken.
Im Zuge des Kongresses wurde den Schülerinnen und Schülern eine Website vorgestellt, zu der auf vorherigen Kongressen schon gearbeitet wurde und die nun online gestellt wurde. Auf dieser Seite gibt es für Menschen aller Altersklassen die Möglichkeit, sich in Konflikt- und/oder Mobbingfällen anonym an speziell ausgebildete Streitschlichter zu wenden, wenn man ein direktes Gespräch scheut oder aber nicht die Möglichkeit hat, eine Schlichtung mit Streitschlichtern vor Ort zu erfahren. Die Website mit der Adresse: http://www.mobbing-ist-loesbar.de/ ist allerdings noch im Aufbaustadium.
Neben dem straffen Zeitplan des Kongresses blieb aber immer noch Zeit, neue Menschen kennen zu lernen und mit diesen und einem Eis im englischen Garten die Sonne zu genießen.
Die Referenten und BegleiterInnen unseres Kongresses waren: Dr.Gitta Zimmermann, Christel Heigert, Annette Kotschi, Anke Bäumker, Theo Spiekermann und Angelika Ludwig-Huber
Der vierte Streitschlicherkongress in München am 2011-06-04 - ein Bericht von Alica, Maria, Melissa aus Karlsruhe Das Zusammentreffen aller Streitschlichter Deutschlands fand im großen Eurythmiesaal der Rudolf-Steiner-Schule München Schwabing statt. Es war ein Wiedersehen, aber auch ein Tag der neuen Begegnung. Es war schön zu sehen, dass so viele Menschen, auch in unserem Alter, Interesse dafür zeigen sich für das Gemeinwohl einzusetzen und etwas gegen Gewalt, Mobbing und Konflikte an Schulen bzw. im Internet zu tun.
Die erste Aufgabe bestand darin, sich wie so oft, mit Kennenlernspielen und Begegnungsübungen anzunähern.
Mittags, nach Kaffee und Kuchen, saßen wir in der großen Runde zusammen um Rollenspiele zur Übung des Perspektivenwechsels zu machen. Diese halfen einem die Sicht des anderen zu verstehen und auch einmal seine „ Brille“ auf zu setzen. Zum Beispiel sollten wir uns in zweier Gruppen zusammenfinden um dann die Rolle der Großmutter und die des Enkels zu verteilen. Der Enkel versucht seiner Oma zu erklären, dass er homosexuell ist. Dann konnte sich der Gegenüber überlegen, wie er darauf reagieren möchte, denn bestimmt nicht alle Großeltern würden auf eine solche Nachricht gleich reagieren. Einige Paare durften ihr Rollenspiel auch „aufführen“, wodurch wir viele verschiedene Arten des Gespräches hören konnten. Danach konnten wir uns über das Gesehene und Gehörte austauschen, darüber, ob die Großeltern vielleicht so wütend reagiert haben, weil sie sich selbst nie so frei ausleben durften oder sie konnten mit der Situation nicht umgehen, weil es ihnen früher immer als schlecht eingebläut worden war. Manche reagierten aber auch aufgeschlossen und freundlich auf ihre Enkel, da sie vielleicht einfach offener mit der neuen Zeit umgehen und sich mit den Veränderungen abfinden können.
Gegen Abend saßen wir zusammen und diskutierten unter anderem über Filmsequenzen aus den Filmen „Zeiten ändern dich“ von Bushido, „Invictus“ über Nelson Mandela, „ in my Country“ . Eingeleitet durch Frau Ludwig-Huber begann die Gruppe angeregt über die gezeigten Filmausschnitte zu diskutieren. Die Diskussion entwickelte sich zu einer solch intensiven Debatte, dass dadurch unsere knurrenden Mägen beinahe in Vergessenheit gerieten.
Samstag: Der Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, das wir in der Schulküche zusammen einnahmen. Danach wurden uns verschiedene Themen dargelegt wie z.B.: „die Wolfssprache + Giraffensprache“, Aktives Zuhören, 5 STÜHLE!!!! , Perspektivenwechsel, in die wir uns wahlweise einteilen konnten, um zu üben und miteinander ins Gespräch zu kommen. In diesen Gruppen konnte man sehen, dass wir Karlsruher zu den Streitschlichtern mit der meisten Erfahrung zählten. Danach trafen wir uns alle wieder zusammen um die Ergebnisse der Gruppenarbeit vorzustellen. Um bei tollem Wetter die Sonne zu genießen legten wir eine kurze Kaffee und Kuchen Pause ein. Nach dieser fanden wir uns wieder in kleinen Gruppen zusammen um den zuvor geschilderten Fall zu bearbeiten und eine passende Lösung zu finden. Um den gelungenen Kongress ausklingen zu lassen fanden wir uns zusammen um Feedbacks zu geben, Lob auszusprechen und Verbesserungen vorzuschlagen. Nachdem wir unsere Koffer gepackt hatten, trennten wir uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge, mit neuen Eindrücken und schönen Erfahrungen.
Zum Schluss wollen wir uns, in Namen der Streitschlichter Karlsruhe, bei allen Mitwirkenden wie Lehrern und Eltern und vor allem bei den wunderbaren Gastgebern mit Ingos Christians und Petra Lang sowie Frau Ludwig- Huber für den Abendvortrag recht herzlich bedanken.
Natürlich freuen wir uns auf alle weiteren Kongresse und hoffen, dass sie genau so gelingen wie dieser.
INTEResse macht KONGResse - Zweiter Streitschlichterkongress in Marburg
KONGRRRRRR – das klingt doch gleich so richtig schön aggressiv, da müssen mal die Streitschlichter her! Und tatsächlich: Sie kamen. Alle. .. Also gut: es kamen „gefühlt alle“ nach Marburg zum zweiten Streitschlichterkongress. Wir mussten nämlich ebenso viele Absagen aussprechen wie wir Zusagen geben konnten für einen Schlafplatz, einen gefüllten Teller und die Möglichkeit, sich in diversen Arbeitsgruppen zu engagieren. Insgesamt 80 Menschen sammelten sich in der Alten Aula der Freien Waldorfschule Marburg in einem großen Kreis. 70 Jugendliche aus ganz Deutschland (von Hamburg im Norden bis München bzw Mainleus im Süden) sowie 10 Erwachsene, Begleiter, Ausbilder an den Schulen und Vereinsmitglieder wollten sich zwei Tage lang austauschen, fortbilden und ihre Arbeit weiter entwickeln... Lesen Sie den vollständigen Bericht vom Marburger Kongress hier
Erster Kongress für Streitschlichter an Waldorfschulen in Karlsruhe
Für die ausgebildeten und tätigen Streitschlichter- das zeigte sich sehr schnell- gibt es vor allem drei wichtige Anliegen:
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Die eigene Fortbildung über Fragen, die aus der Aufgabe Peer-Mediatorin entstehen, z.B. wohin mit meinen eigenen Gefühlen bei einer Mediation?
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Zum anderen gibt es ein großes Bedürfnis, sich mit anderen Peer-Mediatorinnen auszutauschen, neue Ideen zu entwickeln und
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Gemeinsam an ganz grundlegenden Fragen und Aufgaben zu arbeiten, wie sie beim Kongress im Juli in Karlsruhe entstanden sind.
Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte gehen, können das Gesicht der Welt verändern. Mit Freude und Begeisterung ergriffen 50 Streitschlichter und Streitschlichterinnen der Klassen 9 bis 12 dieses afrikanische Sprichwort, als sie am 10./11. Juli 2009 aus 16 Waldorfschulen Deutschlands und Österreichs am ersten Streitschlichterkongress in Karlsruhe teilnahmen. Eingeladen hatte die Streitschlichtergruppe der Waldorfschule Karlsruhe zusammen mit ihrer Betreuerin und Initiatorin Angelika Ludwig-Huber (Info 3 Einladung Juni-Heft 2009).
Streitschlichterprojekte gibt es mittlerweile an 25 Waldorfschulen. Entsprechend freuten sich die Veranstalter, dass so viele engagierte junge Menschen kamen, obwohl in vielen Bundesländern schon Ferien waren. Und noch viel mehr sollten es werden, darüber waren sich alle TeilnehmerInnen einig. Auch die begleitenden LehrerIinnen, Eltern und Interessenten dieses Schülerkongresses meinten, dass das Thema Streitschlichtung an Schulen für alle Beteiligten eigentlich nur positive Auswirkungen hätte. Eltern, Lehrer und Schüler profitieren von einer in Mediation und Gewaltfreier Kommunikation geschulten Schülergruppe, einer so genannten Peer-Gruppe, die sich dem alltäglichen sozialen Kleinkrieg unter Schülern annimmt. Die Grundhaltung der Streitschlichter ist: jeder Konflikt bietet eine Chance im sozialen Miteinander zu lernen, sich weiterzuentwickeln und die Welt zu einer friedvolleren, ethisch-moralisch aufrichtigeren zu wandeln.
Eine Schule, die Streitschlichtung in ihr Konzept aufnimmt und die Ausbildung und Verbreitung von kommunikativen Fähigkeiten in allen Klassenstufen unterstützt, erlebt nach ungefähr 5 Jahren eine deutliche Besserung des sozialen Klimas durch Entspannung. Einer der Höhepunkte war deshalb auch, als einige Schüler, die bereits über eine vierjährige Erfahrung in Streitschlichtung verfügen und von ihren Lehrern mit wohlwollendem Interesse unterstützt werden, von ihren positiven Ergebnissen berichteten. Die vielen Arbeitsgruppen wurden von den Kolleginnen Annette Kotschi (Überlingen), Susanne Rohmann (Hibernia Schule Herne), Stefanie Betz (Stuttgart-Kräherwald) und Angelika Ludwig-Huber (Karlsruhe) geleitet, besonders zu Themen der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg, die auch bei der Ausbildung zum Streitschlichter eine wesentliche Grundlage sind. Und dann gab es natürlich jede Menge Spaß und Spiele, um miteinander zu erleben, dass Kommunikation und Begegnung Freude machen.
Beim Abschlussplenum erhielten die Karlsruher Streitschlichter ihr Zertifikat für 60 Stunden Ausbildung, die nach den Standards des Berufsverbands für Mediation (BM) erfolgt ist. Dieses Zertifikat, das sie jeder späteren Bewerbung beilegen können, weist nach, dass sie sich die Grundlagen einer Sozialkompetenz erarbeitet haben.
Wie soll die Welt in 15 Jahren aussehen, wenn der Keim der Streitschlichtung besonders unter jungen Menschen aufgeht: Schnell war ein Flipchart vollgeschrieben mit Worten wie: aktives Zuhören, Achtsamkeit, Wertschätzung und Empathiefähigkeit – Visionen für eine zukünftige Welt des friedlichen Miteinanders, in deren Dienst sich die jungen StreitschlichterIinnen heute bereits schon aktiv stellen. Und das wissen sie auch. Der Kongress begeisterte durch die Atmosphäre der Offenheit, Akzeptanz und Achtsamkeit füreinander. Eine Teilnehmerin meinte, er gab Kraft, Mut und Freude zum Weitermachen.
Diese Initiative steht auch rechtlich auf soliden Beinen. Im Jahr 2008 wurde der gemeinnützige Verein INTER esse gegründet. Im Anschluss an den Kongress fand die erste Jahreshauptversammlung statt, an der auch einige Schüler aus Karlsruhe teilnahmen, die alle Mitglied im Verein INTEResse geworden sind. Die Karlsruher Schülergruppe hat eine informative Webseite gestaltet, auf der man sich über weitere Treffen, wie eine Tandem-Tagung für Neueinsteiger-Schulen informieren kann. Es gibt Literatur für diejenigen, die sich in die Grundlagen der Streitschlichtung einarbeiten möchten. Darüber hinaus bietet der Verein seine Hilfe an für Schulen, die das Projekt an ihrer Schule einführen wollen und ein Blog ist offen für alle Fragen, die bei einer Streitschlichtung auftreten, wenn man nicht mehr weiter weiß. Niemand ist allein gelassen, ein Netzwerk hat sich gebildet mit einer gewaltigen Zukunftskraft und Ausstrahlung. Vielen Dank allen Karlsruher Veranstaltern für ihr großes Engagement. 
Wie wir uns die Welt in 15 Jahren wünschen:
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Friedliches Miteinander aller Nationen
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Internationaler Austausch
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Verständigung zwischen allen Religionen
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Gewaltfreie Konfliktlösung
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Mehr Arbeitsplätze
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Achtsamkeit
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Mehr Toleranz
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Respektvoller Umgang, Kein asoziales Verhalten von Jugendlichen und anderen
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Respekt und Achtung voreinander
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Erfüllung der Grundbedürfnisse aller Menschen
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Gerechte Verteilung aller Ressourcen
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Achtung vor unserer Umwelt
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Gesundes Umfeld für Kinder
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Streitschlichterkongresse sind zu Lust-am-Leben-Kongressen umgewandelt
11.Juli 2oo9 - Die TeilnehmerInnen des 1.Waldorf-Streitschlichterkongresses in Karlsruhe
Kongress-Nachlese
………..und es geht weiter Drei Projekte sind es vor allem, die sich die TeilnehmerInnen des Kongresses vorgenommen haben, um erste Schritte auf dem Weg zur Welt in 15 Jahren zu realisieren:
Neben dem Weiterentwickeln und Weiterarbeiten eines jeden selbst in seinem eigenen Umfeld sollen
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ein kurzer Film zum Thema „ Interesse aneinander entwickeln- Gewalt verhindern“ gedreht und auf einem
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Online-Forum sichtbar werden, das allen Jugendlichen in schwierigen Konflikt- oder Mobbing-, also Gewaltsituationen eine akute Hilfe bieten soll. Hier sollen aber auch Perspektiven aufgezeigt werden, wie schwierige Situationen zu Chancen werden können. Dieses Forum einzurichten, zu gestalten und zu betreuen, dafür reichte die Zeit bei dem zweitägigen Kongress natürlich nicht, auch nicht dafür, ein
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Eigenes Logo für genau diese Arbeit zu entwickeln, das allen Streitschlichtern dann auch für die eigene Schule zur Verfügung stehen kann.
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