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INTEResse e.V. - Verein zur Förderung der Peer-Mediation an Waldorfschulen
INTEResse e.V. - Verein zur Förderung der Peer-Mediation an Waldorfschulen
Verein zur Förderung der Peer-Mediation an Waldorfschulen e. V.

Peer-Mediation - Die Gleichaltrigen-Mediation

Hohe Ziele- Kleine Schritte Teile der Streitschlichtergruppe Karlsruhe
Peer- Mediation oder Gleichaltrigen-Mediation braucht, um langfristig wirkungsvoll und erfolgreich zu sein, den Rahmen von Erwachsenen in einer Schule, die generell eine konstruktive Konfliktkultur anstreben. Daher arbeiten wir  vor allem  auf  3 zwar verschiedenen, sich jedoch bedingenden  Ebenen und bieten unterschiedliche Formen des Arbeitens dafür  an.

Drei Ebenen unserer Arbeit

Haltung
Auf der ersten Ebene haben wir es mit Fragen der Haltung zu tun: Wie stehen wir zu Konflikten ? Wie gehen wir mit ihnen um ? Gelingt es uns, Konflikte als Hinweise für Veränderungsbedarf anzuerkennen ? Können wir Auseinandersetzungen als Chance für fruchtbare Dialoge im Hinblick auf Veränderung und Weiterentwicklung annehmen und gestalten?
Dazu gehören natürlich ebenso Fragen an uns selbst: wie verhalten wir uns selbst im Konflikt ? Welche Werte sind uns wichtig, auch wenn wir gerade gepackt werden von einem Streit ? Wie gehen wir mit unseren kleinen Gewaltfaktoren in der Sprache um ? Welche Vorurteile leben bei uns selbst und wie pflegen wir sie ? Wie kommen wir dahin, erst wahrzunehmen und dann zu urteilen?

Methoden
Dann gibt es die Ebene der hilfreichen Methoden und Strukturen, die einem Interesse am anderen Menschen gerade im Konflikt Ausdruck verleihen können, z.B. den berühmten Perspektivenwechsel, aber auch nur ein aktives Zuhören.
Methoden ohne Haltung sind allerdings ebenso wirkungslos  wie eine Haltung, die sich nicht auszudrücken vermag.  Ein Interesse am anderen, das einen Weg der Artikulation sucht, kann  dagegen oft reichhaltigste Methoden entfalten und er- finden. Hier macht Übung den Meister.

Prävention und vor allem Zukunftsfragen
Nicht zuletzt geht es uns natürlich um die Ebene der Prävention. Hier befinden wir uns sicher auf dem offensten der drei Felder: Wie werden Schüler überhaupt fähig, mit Auseinandersetzungen konstruktiv umzugehen ? Was brauchen Schüler dazu? Was brauchen sie überhaupt für ihre Entwicklung, und was ist mit Entwicklung gemeint? Was sind die Faktoren, die Gewalt verursachen in der Schule ? Wo sind Strukturen neu zu denken, beim Lernen oder gar bei Organisation von Schule generell ? Wie wirkt ein permanenter Frontalunterricht auf die Entwicklung von Selbstwert beim Schüler? Welche Lernformen verhelfen Kindern zu einer Selbstwirksamkeit, die Stabilität und Sicherheit für sich selbst vermitteln kann? Wie wirken wir als Erwachsene durch unsere Persönlichkeit auf die Haltung unserer Schüler? Welche Rolle spielen eigene Konflikte, die wir nicht bearbeiten, auf das Konfliktverhalten unserer Schüler?
So unbegrenzt die Fragen hier entstehen, so notwendig scheint uns jedoch die Suche nach Antworten, wenn wir die wahrnehmbare Verunsicherung der Shüler heute ernst nehmen.

Deutlich ist uns, dass all dies  Fragen und Themen sind, die den andauernden Dialog brauchen, den interessierten Austausch und den kritischen Diskurs von Menschen, die mit Schülern umgehen und zusammen arbeiten wollen.

Peermediation als Thema einer Jahresarbeit
Maximilian Löffel, einer der Karlsruher Streitschlichter der ersten Generation hat sich in seiner Jahresarbeit mit dem Thema Peermediation auseinander gesetzt. Hier ist seine Jahresarbeit >> Download

die zweite Generation Streitschlichter in Karlsruhe hat ihre Ausbildung beendet

Am 15.Mai o9 präsentierten die neuen Streitschlichter , die ebenfalls wieder nach den Standards des Bundesverbandes Mediation ausgebildet wurden, was sie in ihrer Ausbildung gelernt, geübt oder erfahren haben.

zukunftsschlichter

Eine Schülerin der Gruppe schildert , was sie in dieser Ausbildung über sich erfahren hat >> Download

Diese Gruppe von Schülern hat bereits mit ihrer Arbeit angefangen. In diesem Jahr folgen statt Ausbildungsterminen Intervisionstermine und Weiterbildungen.

Mehrere andere Projekte stehen auch noch auf der Agenda: Besuche an anderen Schulen, um von den Erfahrungen zu berichten und Mithilfe in einem neuen Ausbildungskurs für jüngere Schüler…………Es soll ja weiter gehen…

Inzwischen haben weitere Gruppen ihre Ausbildung als Peer-Mediatoren gestartet:
In Zürich gibt es inzwischen zwei Gruppen, in Stuttgart gibt es mehrere Gruppen, auch in Herne und etlichen weiteren Orten,   und in Karlsruhe hat im Oktober eine neue Gruppe besonderen Charakters begonnen:
Ca 2o SchülerInnen aus drei benachbarten Schulen ( Hauptschule, Gymnasium und Waldorfschule) und unterschiedlichen Klassenstufen(6-8) werden diese Ausbildung mit noch einem weiteren Anliegen verbinden, nämlich dem Aufbau einer guten Konfliktkultur über die eigene Schule hinaus. Näheres unter Aktuelles auf dieser Seite.

Was lernen die denn da eigentlich in dieser Ausbildung?

Um einen ganz kleinen Einblick in die Inhalte der Ausbildung der Peer-Mediatoren zu verschaffen, kann man sich hier etwas anschauen

Mediation- was ist das denn? >> Download

Ich-Botschaft >> Download

Aktives Zuhören >> Download