Willkommen auf der Website von INTEResse e.V.

INTEResse - Dazwischen sein

Wir haben den Namen INTEResse gewählt, weil er genau das trifft, was wir für fundamental halten, wenn wir im Zwischenmenschlichen weiter kommen wollen:

Alles wirkliche Leben ist Begegnung. Martin Buber

Ohne Interesse als Grundhaltung wird Begegnung von Mensch zu Mensch im Buber’schen Sinne nicht möglich sein. Ohne Interesse wird auch kein wirklicher Dialog entstehen können. Diesen aber brauchen wir, wenn wir Konflikten auf die Spur kommen und sie entflechten wollen.

Eine neue Konfliktkultur

INTEResse möchte den vielfältigen Bemühungen um eine neue Konfliktkultur an unseren Schulen einen Rahmen geben, in dem gegenseitige Unterstützung und ein dialogischer Austausch lebendig werden und dadurch neue Ideen und praktische Umsetzungsmöglichkeiten entstehen können.

In der Schule - so unsere Überzeugung – sind wir aufgefordert, in Kindern und Jugendlichen Interesse zu erwecken: An der Welt als Gesamtes und besonders am anderen Menschen.

Gleichaltrige, die sich für ihre Mitschüler interessieren gerade dort, wo es unter Schülern schwierig wird, die sich auch einmal „dazwischen stellen“, können anders als jeder Lehrplan eine Kultur des Miteinander entfachen, die - von Interesse am anderen getragen - langfristig, aber auch durchaus kurzfristig helfend, eine menschenwürdige Zukunft für alle erbauen hilft.

Peermediation

Unsere Bemühungen um Mediation für Schüler durch Schüler sind ein wesentliches Element unseres Anliegens, nicht nur im Konflikt- aber eben gerade im Konflikt- den Menschen in seinem individuellen So-Sein, mit seiner ganz eigenen Not, seinem ganz eigenen Bedürfnis und seinen ganz eigenen Möglichkeiten und Kräften zu würdigen Peer- Mediation oder Gleichaltrigen-Mediation braucht, um langfristig wirkungsvoll und erfolgreich zu sein, den Rahmen von Erwachsenen in einer Schule, die generell eine konstruktive Konfliktkultur anstreben.

Prävention und Intervention

Wir haben für unsere Arbeit im Moment folgende Angebote 

  • Die Tandem-Tagung für Schüler und Lehrer, auf der Schüler und Lehrer einer Schule gemeinsam an den Themen Konflikte, Gewalt und Mobbing arbeiten und ein erstes Köfferchen mit Erlebnissen, Erkenntnissen und Vorsätzen packen können. Diese Tagung wurde erstmal im April o8 durchgeführt und vorbereitet von erfahrenen Streitschlichtern und Lehrern, die in diesem Bereich ausgebildet sind und arbeiten.
  • Die Lehrerfortbildung, die Lehrer stärken möchte, um mit Kindern und Jugendlichen neue Chancen in Konflikten zu entwickeln.
  • Die Schüler- Kompetenz-Kurse in Sachen Peer-Mediation Diese finden in der Regel an den Schulen vor Ort statt, können aber durchaus auch in einem überregionalen Rahmen dann stattfinden, wenn es an einer Schulen niemanden gibt, der diese Ausbildung leisten kann.
  • Schüler-Fortbildungsseminare Bereits ausgebildete SchülermediatorInnen können hier über ihre Erfahrungen sprechen und reflektieren, um die eigenen Kompetenzen zu erweitern und zu vertiefen und um ggf in neuen Ausbildungen mitzuwirken.
  • Schnupperkurse für Schulen, an denen sich Schüler und Kollegen mit dem Gedanken tragen, Schüler-Mediationsarbeit aufzubauen: Mit „erfahrenen“- also schon länger tätigen Schülermediatoren kommen wir gerne an Ihre Schule, um unsere Arbeit Schülern und Kollegen vorzustellen und einen Tag oder länger mit den interessierten Schülern zu arbeiten, zu erleben, wie das ist, zu erfahren, was noch kommen kann und ein Gefühl dafür zu bekommen ...
  • Mobbing - Klasse in Not Die akute Krisenintervention von außen für Klassen oder Gruppen, die sich in einem Konflikt allesamt verstrickt haben und den Blick und die Gestaltung von außen benötigen. ( z.B. bei Ausgrenzung oder Mobbingfällen). Wir nehmen wahr, dass hier in diesem Bereich die größte Not herrscht.

Ich bin als vorurteilsvoller Mensch geboren und muss mir die Gedankenvorurteilslosigkeit im Leben erst erwerben. Und wodurch kann ich sie erwerben? Einzig und allein dadurch, dass ich nicht nur Interesse entwickele für dasjenige, was ich selber denke, was ich selber für richtig halte, sondern dass ich selbstloses Interesse entwickele für alles, was Menschen meinen und was an mich heran tritt, und wenn ich es noch so sehr für Irrtum halte.

Rudolf Steiner in : der innere Aspekt des sozialen Rätsels